Abschieds-Gottesdienst von Pastor Alex Flor

Geh unter der Gnade...
Mit einem bewegenden Gottesdienst hat die Chrischona Wila am 10. Juli Abschied genommen vom langjährigen Pastor Alex Flor und seiner Familie. Während 12 Jahren hat Alex in Rämismühle und Wila gesät, gepflanzt und begossen - und Gott hat in vielem Wachstum und Segen geschenkt. Wir schauen in grosser Dankbarkeit zurück und wünschen Flors einen guten Start in der Chrischona-Gemeinde Rümlang.


Die Menschen auf Erden werden ausgewechselt - der Glaube bleibt

Ein Bericht von Loni Kuhn aus der Lokalzeitung Opens external link in new window «Der Tößthaler»

619 Wochen lang hat Pastor Alex Flor mit seiner Familie die Chrischona-Gemeinde begleitet, betreut, geformt, unterstützt und seine Spuren hinterlassen. «Spurensuche» war denn auch das Thema des Abschiedsgottesdienstes, der von den Moderatoren Ruth Leu und Daniel Tobler umsichtig geführt wurde.

Beim Einsetzungsgottesdienst vor zwölf Jahren überreichte Gemeindeleiter Daniel Tobler dem Ehepaar Flor ein leeres Buch, damit es mit vielen Fotos, Geschichten, Erlebnissen und Ereignissen gefüllt werde. Nun, beim Abschiedsgottesdienst, erhielten sie einen dicken Bund voller farbenfroher Seiten, beklebt, bemalt, beschrieben mit zahlreichen Spuren, die die Flors in den vergangenen Jahren im Tösstal hinterlassen haben.

Dank in verschiedenen Formen
Die Kleingruppe von Flors spielte einen amüsanten Sketch über die unendliche Geduld von Alex als Leiter. Das Unihockey-Team Zell-Turbenthal dankte ihrem langjährigen Präsidenten und Gründungsmitglied Alex Flor mit einem besonderen Geschenk. Liebevoll eingepackt in «Der Tößthaler»-Zeitungspapier wurde ein Unihockey-Kissenanzug als Andenken überreicht. Ehemaligen und aktuellen Mitglieder der Gemeindeleitung hatten sich Gedanken gemacht, welche Spuren und Wege sie mit Pastor Alex verbindet. Von der wertvollen Unterstützung und ansteckenden Motivation bei gemeinsamen Kongressbesuchen, von der fruchtbaren Zusammenarbeit mit den anderen Kirchen in den Allianz-Anlässen und von den tollen Gesprächen, ob privat oder beim Ehevorbereitungskurs. Ein spannender, bunter Strauss an Spuren, die vom sichtlich gerührten Alex Flor spontan in seine Predigt eingeflochten wurden.

Pflanzen - Giessen - Wachsen
Alex Flor erinnerte in seiner Predigt daran, dass, egal wer hier vorne stehe, der Glaube wesentlich sei. Als Basis nahm er den sechsten und siebten Vers aus 1. Korintherbrief 3: «Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum geschenkt. Auf wen kommt es denn nun an? Doch nicht auf den, der pflanzt, oder auf den, der begiesst, sondern auf den, der das Wachstum schenkt, auf Gott.»
«Pflanzen» bedeutet dabei, vom Evangelium reden. «Giessen» bezieht sich auf das Gebet und die Gemeinschaft während den Gottesdiensten. Und «Wachsen» bedeutet: Gott war's. Mit praktischen Beispielen aus seiner Jugendzeit oder den Erlebnissen in der Chrischona Wila gelang ihm eine anschauliche Predigt zum Thema «Gott war's und er wird es bleiben».

Frisch ab dem Opens external link in new window Theologischen Seminar St. Chrischona zogen Alex und Miriam Flor im August 2004 im Predigerhaus Salem auf dem Areal der Heimstätte Rärnismühle ein. Damals war die Chrischona-Gemeinde noch in der Kapelle in Rämismühle. Das junge Paar übernahm die damals konfliktbeladene Gemeinde, konnte jedoch mit seiner offenen, positiv ansteckenden Art schnell das Vertrauen der Gemeindemitglieder erlangen und viele Impulse zur Gemeindeentwicklung zu geben. Die Gottesdienstbesucher fühlten sich wohl, die Gemeinde erlebte einen Aufschwung und bietet heute während dem Gottesdienst Kinderhüeti, Sonntagsschule und Bibelunterricht je nach Alter der Kinder an.

In diesen zwölf Jahren hat sich privat ebenfalls einiges verändert. Aus dem Ehepaar ist eine fünfköpfige Familie geworden. Alex engagiert sich in der Feuerwehr Zell, Miriam war im Wahlbüro der Gemeinde Zell tätig, die Kinder spielten im Unihockeyclub Zell-Turbenthal. Die drei Kinder bereichern den Alltag und bringen manchmal den geduldigen Vater Alex zur Verzweiflung, vor allem am Sonntagmorgen, wenn er als Pastor pünktlich - lieber ein bisschen zu früh - im Versammlungsraum sein müsste. Anfangs war das ja kein Problem. lnnert 20 Schritten war er von zu Hause in der Kapelle. Aber seit der Versammlungsraum in Wila ist, wurde gemeinsames frühes Parat-Sein schon öfters auf die Probe gestellt. Am neuen Wohnort in Rümlang hingegen hat der Pastor Alex Flor wieder seinen gewohnt kurzen Arbeitsweg, von zu Hause in wenigen Schritten ins Nachbargebäude.

Es sei eine tolle Zeit, im Tösstal gewesen, es habe gepasst und jetzt sei es an der Zeit loszulassen und in der neuen Gemeinde Rümlang eine nächste Lebens- und Wirkensphase anzupacken, sagte Flor. Für die Chrischona-Gemeinde in Wila wird dieser Wechsel auch eine Herausforderung sein.

Publikation mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion Opens external link in new window «Der Tößthaler»   Initiates file download PDF downloaden