Ordination von Pastor David Bach

Die Chrischona-Gemeinde Wila feierte am Sonntag, 18. November 2018 in einem festlich gestalteten Gottesdienst die Ordination ihres Pastors. Christian Haslebacher, Regionalleiter von Chrischona Schweiz, bestätigte damit die Berufung von David Bach und segnete und bevollmächtigte ihn für das Amt des Pastors. Ein reich bestücktes Aperobuffet rundete das ganze Gemeindefest ab.

«Unterschreiben Sie mit i. A. oder mit i. V.?
Daniel Loosli begrüsste als Vertreter der Gemeindeleitung der Chrischona Wila die Besucher. «Wissen Sie», frage er die Zuhörer, «was in einem Brief das Kürzel i. A. oder i. V. bedeutet?» Dass i. A. für «im Auftrag» verwendet wird, war vielen klar. Beim i. V. hingegen war man sich nicht so einig. Loosli erzählte, dass ihm erst die neue Unterschriftregelung seines Betriebs klar machte, dass i.V. für «in Vollmacht» stehe. Mit diesem Bild für die Ordination gab er das Wort an Regionalleiter Haslebacher weiter. Dieser erklärte kurz die Ordinationsregelung und deren Bedeutung in den Schweizer Chrischona-Gemeinden. Pastoren oder Pastorinnen werden nicht mehr beim Studienabschluss ordiniert, sondern erst nach etwa zwei Jahren Arbeit im Gemeindedienst. So können die Studienabgänger ihr Amt kennen lernen und ihre ersten Erfahrungen sammeln, bevor dann die offizielle Ordination erfolgt. David Bach schloss im Juni 2016 sein Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona ab und wurde anschliessend als Pastor der Chrischona Wila eingesetzt.

Segnung und Beglaubigung
Ordination bedeutet «Beauftragung zum öffentlichen Wahrnehmen eines geistlichen Dienstes in der Kiche». Das heisse aber nicht, meinte Haslebacher, dass ein Pastor ausgelernt habe und alles perfekt beherrsche. Es solle viel mehr eine Bestätigung der Berufung und eine ermutigende Segnung für den Pastorendienst sein. Als Nachfolger Jesu sei man in einem lebenslangen Lernprozess, der bis zum letzten Atemzug dauere. Anschliessend las und erklärte Haslebacher das Dienstversprechen, das Pastor Bach mit einem klaren «Ja, mit Gottes Hilfe» bestätigte. Zum Abschluss dieser kurzen Zeremonie sprachen mehrere Mitglieder der Gemeinde ermutigende Segensgebete für den frisch Ordinierten.

Entscheide dich dafür, aus Schwierigkeiten Gutes zu lernen
Zu Beginn der Predigt meinte Haslebacher, es erscheine vielleicht krass, an einem solchen Anlass über das Versagen von Judas Iskariot zu sprechen, den Jünger, der Jesus verraten hatte. Normalerweise wähle man lieber positive Beispiele. Doch gerade von diesem schwierigen Beispiel könne man viel Gutes lernen. Auch wir würden in ähnlichen Spannungsfeldern stehen. Stärken können auch bei uns zu Schwächen werden. Wenn wir gute Ziele mit falschen Mitteln erreichen wollen, könne eine destruktive Dynamik entstehen. Er forderte nicht nur Pastor Bach, sondern alle Zuhörer auf, mit Jesu Hilfe an Stärken und Schwächen, an Lebenszielen und einem guten Umgang damit zu arbeiten und einander dabei zu unterstützen.

Umrahmt und gestaltet war der Gottesdienst mit verschiedenen mutmachenden Liedern. Vielfalt der Gemeinde Nach dem Gottesdienst war die ganze Gemeinde zum Apéro eingeladen. Das Fingerfood-Buffet, zu dem alle etwas beigesteuert hatten, war reich gedeckt. Salziges und Süsses, Früchte, Gemüse und Backwaren aller Art standen bereit und spiegelten die Vielfalt der Besucher wider. Noch lange standen oder sassen Jung und Alt beim Essen und Gespräch zusammen und machten damit die Ordination zu einem Festtag.

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