Kindermusical: Zach, de chlii Betrüger

In einer Musical-Woche haben 21 Kinder in ihren Herbstferien das christliche Musical «Zach, de chlii Betrüger» geprobt, die Bühnendeko und die Kostüme gebastelt. ]essica Hofer, ein Mitglied der Freikirche, hatte die Musical-Idee und setzte diese hervorragend um. Eine Woche lang studierten die kleinen Musiker, Kinder der Cbnschona-Gemeinde und ihre Freunde vom 2. Kindergarten bis zur 6. Klasse, das Adonia-Musical Zachäus ein.

Grosser Anlass, der viele Herzen erfreute
Der Chrischona-Saal in der Gewerbehalle in Wila war voll bis auf den letzten Platz. Klein und Gross, Alt und Jung versammelte sich am Sonntagvormittag, 18. Oktober 2015, um zu sehen und vor allem zu hören, was die Kinderschar in der Ferienwoche auf die Beine gestellt hat. Die Geschichte des Betrügers Zachäus berührt mit ihrem tieferen Sinn.

Das Bühnenbild zeigt das Stadttor von Jericho. Es ist das Jahr 27, es geht das Gerücht um, dass ein Prophet namens Jesus durch die Gegend zieht. Der nur 1,49 Meter kleine Zachaus lebt nach dem Motto: «Viel ist gut, mehr ist besser - noch mehr ist noch besser». Auf seinen Befehl hin wird allen Besuchern von Jericho Geld abgeknöpft. Immer noch mehr. Was Zachäus, der kleine Betrüger, den Menschen damit antut, das ist ihm egal. Das Einzige, was für ihn zählt, ist sein Profit.

Aus wenig wird ganz viel
Als dann Jesus wirklich die Stadt besucht, versteckt sich Zachäus aus Gwunder auf einem Baum, um das Geschehen zu beobachten. Jesus aber entdeckt ihn und spricht ihn mit seinem Namen an, was den kleinen Mann sehr verwundert. Jesus sagt, dass er sein Gast sein möchte und so nimmt Zachäus ihn in sein Haus, an seinen Tisch. Vier Gänge eines delikaten Menus werden ihm dort serviert und durch die Gespräche mit Jesus erkennt Zachäus, dass er Unrecht tut. Er sieht ein, dass er viele Fehler getan hat und beschliesst, dass er die Hälfte von allem, was er besitzt, an die Armen abgibt. Er gibt das Vierfache an Geld zurück, das er den Besuchern der Stadt abgeknöpft hat und so wird das Leben in Jericho wieder lebenswert.

Viel Spass mit den rockigen Mundartliedern von Adonia
In neun modernen Mundart-Liedern gab der Musical-Chor sein Bestes und umrahmte das Stück mit aussagekräftigen Liedern. Die Geschichte des Zachäus wurde auf einfache und doch starke Art gezeigt und gesungen. Die Kinder zeigten in einer fehlerfreien, pannenlosen Aufführung, dass ihnen die Musical-Woche Spass gemacht hat. Pastor Alex Flor zeigte anschliessend an das Musical mit wenigen Bildern, dass aus etwas Kleinem etwas ganz Grosses entstehen kann. In Bezug auf die Musical-Geschichte bedeutet dies, dass aus dem kleinen Gwunder auf Jesus und dem sich Verstecken auf dem Baum etwas ganz Grosses wurde. Eine innere Wandlung, die Zachäus durch die Freundschaft zu Jesus erfuhr und durch die das Leben in Jericho für alle wieder lebenswert wurde. Er schloss mit den Worten: «Jesus macht aus etwas Kleinem ganz viel.» Ganz egal, was einmal war, man kann immer etwas ändern und verändern.

Am Schluss der Vorstellung bedankte sich Pastor Flor mit einem Gutschein bei Jessica Hofer für ihr enormes Engagement. Das Kernteam rund um die Initiantin erhielt als Dankeschön für die Hilfe während der Musicalwoche Blumensträusse und viel Applaus. Insgesamt waren 31 Helferinnen im Einsatz. Zum Abschluss wurde noch eine Zugabe gesungen und die jungen Musical-DarstellerInnen mit einem grossen, kaum enden wollenden Applaus beklatscht.

Die familiäre Gemeinde bot anschliessend einen Riesen-Apero für Gross und Klein. Bei liebevoll aufgestellten Köstlichkeiten konnten sich die Besucherinnen nach dem Musical bei Speis und Trank austauschen und den Sonntag geniessen. Wie bei Zachäus' Begegnung mit Jesus: Aus einer kleinen Idee entstand ein grosser Anlass, der viele Herzen erfreute und die Kinderaugen glänzen liess.

Text von Eveline Rüegg, Quelle «Der Tößthaler»  Initiates file download PDF downloaden