Aktion Weihnachtspäckli - eine Erfolgsgeschichte

 
 

Weihnachtspäckli als Zeichen der Liebe und Solidarität

Samstag, 9. November 2013, nachmittags um 15 Uhr: Auf dem Dorfplatz in Wila füllen Mitarbeit der reformierten Kirche und der Chrischona Wila die letzten Schachteln mit Nahrungsmitteln und Toilettenartikel und wickeln sie in goldenfarbiges Geschenkpapier ein. Dann fährt ein kleiner Laster 75 Weihnachtspaket für Kinder und Familien nach Frauenfeld zur Lagerhalle des Missions- und Hilfswerks Licht im Osten. Lukas Blaser, der Verantwortliche für Logistik und Transporte, hat auf die Leute von Wila gewartet und gemeinsam werden die Wilemer Pakete im bereitstehenden Sattelschlepper verstaut. Zwei Tage später sind sie bereits unterwegs auf der langen Reise nach Moldawien.

Von 9 bis 15 Uhr waren die Mitarbeiterteams in Wila während einer oder mehreren Stunden im Einsatz, informierten die Passanten über die Hilfsaktion und packten die Spenden in die bereitstehenden Kartonschachteln ein. Wer bei der Aktion mithelfen wollte, konnte mit einer Einkaufsliste im Volg einkaufen gehen und seinen Beitrag anschliessend beim Packtisch abgeben. Ob ein einzelner Sack Mehl oder gleich ein schwer beladenes Einkauswägeli voller Sachen - jede Gabe wurde dankbar entgegengenommen und sorgfältig eingepackt. Bei der Aktion Weihnachtspäckli wird darauf geachtet, dass es in allen Paketen das gleiche Sortiment an Grundnahrungsmitteln und Toilettenartikel hat. Als am Schluss noch einige Artikel fehlten, nahm ein Helferin kurzerhand ihr eigenes Portemonnaie hervor und ging das noch Benötigte selbst einkaufen. So konnten am Abend 58 Pakete für Familien und 18 Kinderpäckli nach Frauenfeld gebracht werden.

«Ihr Paket kommt garantiert zu einer notleidenden Familie.»
Rosmarie Müller aus Turbenthal räumt so alle Zweifel aus dem Weg. Als ehemalige Mitarbeiterin von Licht im Osten war sie vor einigen Jahren bei der Verteilung dieser ‹Weihnachstpäckli› in der Ukraine dabei. Zusammen mit Vertretern der Kirchen vor Ort besuchte sie Familien und Schulen und konnte die riesige Freude der Beschenkten miterleben: «Wir kamen in Familien, deren Kinder das Haus im Winter nicht verlassen konnten, weil sie keine Schuhe und zu wenig Kleider hatten. Die Freude über diese für uns alltäglichen Sachen war riesengross. Und es hat die Beschenkten zutiefst berührt, dass jemand im Westen an sie denkt und für sie ein Päckli mit wertvollen und nützlichen Sachen zusammengestellt hat.» Sie weiss, wie professionell die Aktion durch die verschiedenen Schweizer Hilfswerke organisiert ist, und dass diese in den Empfängerländern seit Jahren mit vertrauenswürdigen Mitarbeitern der örtlichen Kirchen zusammenarbeiten. Diese besuchen die bedürftigen Familien nicht nur an Weihnachten, sondern betreuen und unterstützen sie übers ganze Jahr. Im Januar wird ein Mitarbeiter vom Hilfswerk Licht im Osten in Wila zu Besuch sein und von der diesjährigen Aktion Weihnachtspäckli berichten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Sonntag, 26. Januar um 16.00 Uhr im Chrischona-Saal an der Bahndammstrasse 38 selbst zu sehen und zu hören, was unsere Solidarität bewirkt hat.

«Das machen wir nächstes Jahr wieder!»
Am Abend war Stéphanie Kägi begeistert über die Spendenbereitschaft der Wilemer Bevölkerung. Als Vertreterin der Kirchenpflege Wila hat sie diese Aktion zusammen mit Rosmarie Müller von der Chrischona Wila vorbereitet. Die beiden engagierten Frauen sorgten dafür, dass alle Haushalte in Wila mit einem Flyer informiert wurden, haben Mitarbeiter für den Einsatz beim Volg motiviert und waren am Samstag selbst auf dem Platz, um dort Hand anzulegen und mitzuhelfen, wo es nötig war. Die reformierte Kirche und die Chrischona Wila danken allen ganz herzlich, die mit ihren Einkäufen, Spenden und Unterstützung dazu beigetragen haben, dass einige Menschen in Moldawien ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität aus dem Tösstal erhalten. Ein ganz besonderer Dank geht auch an die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter des Volg Wila, die diese Aktion ermöglicht und unterstützt haben.